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Frankfurt/Berlin (dpa) - Der Postbank drohen ab Mitte Oktober unbefristete Streiks. Die Urabstimmung über den Arbeitskampf laufe voraussichtlich bis 7./8. Oktober, unmittelbar danach will die Gewerkschaft Verdi nach Angaben vom Mittwoch mit Streiks beginnen.

In der Zwischenzeit soll es weitere Warnstreikaktionen geben. «Die Zeichen stehen auf Sturm», sagte Verdi-Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe, Jan Duscheck, am Mittwoch in Berlin. «Die Kolleginnen und Kollegen sind in der Lage und auch willens, diesen Konflikt durchzufechten.» Postbank-Kunden müssten sich «darauf gefasst machen, dass es erhebliche Einschränkungen geben wird», warnte Duscheck.

Verdi hatte die Tarifverhandlungen mit der Konzernmutter Deutsche Bank am Dienstag für gescheitert erklärt. Die Arbeitgeber der DB Privat- und Firmenkundenbank AG hätten in der dritten Runde ein «inakzeptables Angebot» vorgelegt. «Wir sind jederzeit gesprächsbereit», sagte Duscheck am Mittwoch. «Voraussetzung dafür ist ein deutlich nachgebessertes Angebot der Arbeitgeber.»

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Verhandelt wird für etwa 12.000 Beschäftigte in der DB Privat- und Firmenkundenbank, den Postbank-Filialen sowie bei Tochterunternehmen. Verdi fordert unter anderem die Erhöhung der Gehälter um sieben Prozent - mindestens 200 Euro - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Deutsche Bank baut derzeit radikal um. Spekuliert wird über weitere Einschnitte im Filialnetz und einen neuen Standort für die Bonner Postbank-Zentrale. Duscheck sieht das mit Sorge: «Bei vielen Postbank-Beschäftigten drängt sich zunehmend der Eindruck auf: Werden wir hier abgewickelt?» Die Deutsche Bank hatte nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

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